Seminare für Kraftfahrer

Allgemeine Infos zu den Aufbauseminaren

Mit dem Programm der Aufbauseminare und Fahrereignungsseminare soll eine Hilfestellung gegeben werden, künftig weitere Verstöße im Straßenverkehr bewusst zu vermeiden. Dabei werden Verkehrsprobleme diskutiert und Verhaltensalternativen für Ihre weitere Teilnahme am Straßenverkehr erarbeitet.

Wie verläuft ein Seminar?

  • In Gruppen
  • Die Seminare umfassen mehrer Sitzungen
  • Das Seminar ist innerhalb eines bestimmten Zeitraums abzuschließen
  • Die Fahrprobe findet zwischen der ersten und zweiten Sitzung in Gruppen von zwei bis drei Teilnehmern statt (nur bei ASF)
  • Der 1. Seminartermin wird für alle Teilnehmer vom Seminarleiter festgelegt, folgende in der Gruppe.
Der Bußgeldkatalog

Im Bußgeldkatalog wird festgelegt, ab welchem Regelverstoß ein Fahrverbot bzw. ein Führerscheinentzug verhängt wird und wie hoch die Geldbuße ist. Beim Bußgeldkatalog handelt es sich um eine Rechtsverordnung, die vom Bundesverkehrsminister erlassen wird.

Warum Bußgelder?

Täglich verunglücken Menschen im Straßenverkehr. Die eigenen Fähigkeiten werden oft überschätzt und Verkehrsregeln missachtet. Durch die Bußgelder sollen die Verkehrsteilnehmer zur Einhaltung der Vorschriften angehalten werden. Statistiken zeigen das in Länder mit hohen Bußgeldern ein geringere Unfallbilanz aufweisen können.

Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr

Man spricht immer dann von einer Ordnungswidrigkeit, wenn das Straßenverkehrsrecht auf einfache Weise missachtet wurde. Bei geringfügigen Überschreitungen ist nur ein Verwarngeld zu entrichten. Bei schwerwiegender Missachtung wird ein Bußgeld mit Punkten in Flensburg und möglicherweise sogar ein Fahrverbot verhängt. Im Bußgeldkatalog kann man nachlesen, welche Strafen für welches Vergehen verhängt werden.

Beispiele für solch eine einfache Verletzung des Straßenverkehrsrechts sind:

  • nicht blinken beim Abbiegen
  • Parkdauer überschritten
  • Halteverbot missachtet

Straftaten im Straßenverkehr

Eine Straftat setzt ein Verstoß gegen die verkehrsrechtliche Bestimmungen des Strafgesetzbuches voraus. Es können Fahrverbote bis zu drei Monaten, der Entzug der Fahrerlaubnis oder Geldstrafen bis zu 5000,- € verhängt werden.

Beispiele für Straftaten im Straßenverkehr:

  • Fahren ohne Fahrerlaubnis
  • Fahrerflucht
  • fahrlässige Verletzung von Personen im Straßenverkehr

Fahrverbot

Ein Fahrverbot kann maximal auf drei Monate festgelegt werden. Nach Ablauf des Verbots wird der ursprüngliche Führerschein wieder zurück gegeben. Sinn und Zweck des Fahrverbots ist es, dass sich der Fahrzeugführer in Zukunft im Straßenverkehr angemessen verhält.

Beispiele für ein Fahrverbots können sein:

  • bei rot über die Ampel
  • beträchtliche Geschwindigkeitsüberschreitung

Entzug der Fahrerlaubnis

Der Führerschein kann frühestens nach sechs Monaten bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde neu gemacht werden. Häufiger Grund sind Alkoholfahrten ab 1,1 Promille.

Muss eine Abschlussprüfung abgelegt werden?

Nein! Damit das Seminar für alle Teilnehmer erfolgreich verläuft, ist es wichtig, dass jeder im Rahmen seiner persönlichen Fähigkeiten aktiv und konstruktiv mitarbeitet. Die Teilnahmebescheinigung kann nur erhalten, wer

  • vollständig teilnimmt
  • immer pünktlich ist
  • nicht alkoholisiert oder unter Einfluss von Drogen zum Seminar kommt
  • den Ablauf des Seminars nicht stört.

Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, darf keine Teilnahmebescheinigung erhalten. Er muss dann an einem neuen Aufbauseminar vollständig teilnehmen.

Nach vollendeter Teilnahme erhält der Betroffene eine Bescheinigung, die er bei seiner Behörde vorlegen muss. Fehlt dem Teilnehmer an einer Sitzung oder der Fahrprobe (ASF), muss er das Seminar wiederholen und die Teilnahmebescheinigung darf nicht ausgehändigt werden. Die Pflichtteilnehmer beim ASF müssen innerhalb einer von der Fahrerlaubnisbehörde festgesetzten Frist die Teilnahme am Aufbauseminar nachweisen. Hält der Pflichtteilnehmer diesen Termin nicht ein, droht ihm der Entzug der Fahrerlaubnis.