Automatikausbildung für die Klassen B/BE

Nicht nur beim Autokauf werden Fahrzeuge in Schaltwagen und Automatikwagen unterteilt. Auch beim Erlangen der Fahrerlaubnis gibt es diesen Unterschied. Im Führerschein wird bei einer erfolgreichen Praxisprüfung mit einem Automatikfahrzeug ein Zusatz eingetragen, die Schlüsselzahl ’78′.

Allgemeine Informationen

Welche Fahrzeuge darf ich mit dem Automatikführerschein überhaupt fahren?

Sie dürfen mit der Fahrerlaubnis alle Kraftfahrzeuge der gewählten Klasse führen, die ohne Kupplungspedal ausgestattet sind. Dies beinhaltet auch Halbautomatische Getriebe, bei denen der Gangwechsel nur mit dem Schalthebel erfolgt.

Die gesetzlichen Regelungen dazu finden sich in § 17 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV), Abs. 6:

“Ist das bei der Prüfungsfahrt verwendete Kraftfahrzeug ohne ein Schaltgetriebe

1. mit Kupplungspedal oder
2. bei Fahrzeugen der Klassen A, A1 oder A2 mit Kupplungshebel

ausgestattet, ist die Fahrerlaubnis auf das Führen von Kraftfahrzeugen ohne Kupplungspedal oder bei Fahrzeugen der Klassen A, A1 oder A2 ohne Kupplungshebel zu beschränken. Dies gilt nicht bei den Fahrerlaubnissen der Klassen AM und T sowie bei den Klassen C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D und DE, wenn der Bewerber bereits Inhaber einer auf einem Fahrzeug mit Schaltgetriebe erworbenen Fahrerlaubnis der Klasse B ist.
Die Beschränkung im Sinne des Satzes 1 ist auf Antrag aufzuheben, wenn der Inhaber der Fahrerlaubnis dem Sachverständigen oder Prüfer in einer praktischen Prüfung nachweist, dass er zur sicheren Führung eines mit einem Schaltgetriebe ausgestatteten Kraftfahrzeugs der betreffenden oder einer entsprechenden höheren Klasse befähigt ist. Als Fahrzeug mit Schaltgetriebe gilt ein Fahrzeug, das

1. über ein Kupplungspedal oder
2. im Falle der Klassen A, A2 und A1 über einen von Hand zu bedienenden Kupplungshebel

verfügt, welche der Fahrer jeweils beim Anfahren oder beim Anhalten des Fahrzeugs sowie beim Gangwechsel bedienen muss. Die Vorschriften über die Ausbildung sind nicht anzuwenden.”

Welche Vorteile bietet mir das Fahren mit Automatik?

Bei Fahrzeugen mit Automatik-Getriebe wird das Kuppeln und die manuelle Auswahl des Ganges durch das automatische Getriebesystem ersetzt. Der linke Fuß wird zum Fahren nicht gebraucht. Der rechte Fuß bedient entweder das Gas- oder das Bremspedal. Im Fahrbetrieb kuppelt und schaltet das automatische Getriebe bei Bedarf selbst, ohne dass der Fahrer etwas tun muss. Diese Entlastung hat den Vorteil, dass man sich besser auf den Verkehr konzentrieren kann und nicht durch Kuppeln und Schalten abgelenkt wird.

Habe ich Nachteile wenn ich den Führerschein auf Automatik machen?

Wenn Sie Ihre praktische Fahrprüfung auf Automatik-Pkw machen, ist das Fahren mit Schaltwagen nicht erlaubt. Eine Ausnahme bilden hier nur die Führerscheinklassen AM und T. Wenn Sie Ihre praktische Fahrprüfung auf einem Schaltwagen machen, dürfen Sie auch Fahrzeuge mit Automatik-Getriebe fahren.

Die Ausbildung

Das Fahren Lernen auf Automatik ist nicht wirklich einfacher ist als mit einem Auto mit Schaltgetriebe. Es stellen sich beim Automatikfahrzeug anfänglich sicher schnellere Lernerfolge ein, die aber im Verlauf der Ausbildung vom Schaltfahrzeug wieder aufgeholt werden können.

Die Ausbildung erfolgt auf einem Mercedes Benz GLK 220 CDI 4MATIC.
Das Fahrzeug verfügt über eine 7G-TRONIC Schaltung.
Das bedeutet: 7 Stufen Automatik mit der Möglichkeit der Gangwahl am Lenkrad.

Die Leistung des Motors beträgt 170 PS, welche auf alle vier Räder übertragen wird.

Auch die Prüfungsfahrt wird mit diesem Auto gefahren. Allerdings darf nach Erteilung der Fahrerlaubnis auch nur mit Automatikfahrzeugen gefahren werden.

Beim Einparken hilft ein Assistent mit akkustischem Signal, sowie eine Rückfahrkamera. Diese muss aber leider bei der Prüfungsfahrt ausgeschaltet sein.

Weiter Informationen zur Ausbildung


Comments are closed.